April 29 2011

Geprägt von Konflikten: Die Geschichte von Frankreich

Frankreichs Geschichte lässt sich bis in die Altsteinzeit zurückdatieren. Vor etwa 480.000 Jahren wurde das Gebiet zum ersten Mal besiedelt. Die folgenden Jahrtausende wurden von verschiedenen Kulturen geprägt.

Die Geschichte von Frankreich lässt sich bis zurück in die Altsteinzeit verfolgen, was Felsmalereien aus dieser Zeit nahelegen. Um 600 v. Chr. wurde das Land von Kelten – von den Römern als Gallier bezeichnet – besiedelt, während griechische Händler an der Mittelmeerküste Handelstützpunkte errichteten. Während des sogenannten gallischen Kriegs wurden weite Gebiete von römischen Armeen erobert und damit römische Techniken wie Landwirtschaft oder Städtebau zu den keltischen Stämmen gebracht. Nach dem Zerfall des römischen Reiches gründeten die Franken mit das Reich der Merowinger und konvertierten zum Katholizismus.

Das Mittelalter wurde durch Kämpfe des erstarkenden Königtums gegen den Hochadel geprägt. Die Könige strebten nach möglichst großer Unabhängigkeit und Macht. Auch kriegerische Auseinandersetzungen mit England, die während der nächsten Jahrhunderte immer wieder aufflammten, beeinflussten die Entwicklung des Landes. In der Zeit der Renaissance erreichte das Königtum seine Unabhängigkeit von Adel und Kirche und regierte das Land aus einer zentralistischen, auf den jeweiligen Herrscher und die Hauptstadt bezogenen Perspektive. Frankreich wurde für viele andere europäische Länder zum Vorbild, und Französisch avancierte vielerorts zur Hof- und Bildungssprache.

Kriege, teure Bauten und Misswirtschaft führten dazu, dass sich der Staat hoch verschuldete, was zu Hungersnöten – besonders in den unteren Bevölkerungsschichten – führte und letztendlich als Auslöser für die Französische Revolution gesehen werden kann. Im Zuge dieser Revolution, die europaweit Befürworter fand, wurde die Kirche enteignet, und man verkündete erstmalig die Menschen- und Bürgerrechte. Auf die Revolution folgte die Terrorherrschaft, welche nach einigen Unruhen in erneute Monarchie mündete. Weitere Kriege und Konflikte folgten, die nun auch in den Kolonien ausgetragen wurden.

Spätestens nach dem deutsch-französischen Krieg war es ein Ziel Frankreichs, Deutschland zu schwächen. Die entstandene Konflikt überdauerte beide Weltkriege, wurde aber seit den 50er Jahren erfolgreich von beiden Seiten her abgebaut. Heute ist Frankreich ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und genießt weltweit einen hohen Stellenwert.